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1. Allgemeines
In Räumen, in
denen durch Ausfall der Allgemeinbeleuchtung personeller oder
wirtschaftlicher Schaden entstehen kann, fordert der Gesetzgeber
ein Sicherheitsbeleuchtungssystem nach den Bestimmungen der VDE
0108.
1.1
Sicherheitsbeleuchtung
Sicherheitsbeleuchtung ist die Beleuchtung von Räumen und
Rettungswegen, die während der betrieblich erforderlichen Zeiten
auch dann leuchtet, wenn das allgemeine Versorgungsnetz
ausgefallen ist. Die Überbrückungszeit bei Netzausfall muss je
nach behördlicher Vorschrift 1 Stunde oder 3 Stunden betragen.
1.1.1
Dauerschaltung (DS)
Die
angeschlossene Beleuchtung wird im Normalfall vom EVU-Netz
versorgt. Bei Ausfall dieser Versorgung muss auf
Batterieversorgung umgeschaltet werden. Bei vorhandenem Netz
wird die Sicherheitsbeleuchtung in Dauerschaltung bei 220 Volt
Anlagen vom Netz versorgt; als Option kann ein Transformator mit
getrennten Wicklungen eingesetzt werden. Bei einem Netzausfall
oder 15% Netzunterspannung wird durch die Netzüberwachung
automatisch auf Batteriebetrieb umgeschaltet. Bei Netzwiederkehr
oder Anstieg auf 90% Netzspannung erfolgt wiederum automatisch
Rückschaltung auf Netzbetrieb.
1.1.2
Bereitschaftsschaltung (BS)
Bei Netzausfall
oder 15% Netzunterspannung wird von der in der Unterverteilung
eingesetzten Netzüberwachung das Bereitschaftslicht aktiviert.
Solange das Netz am Zentralgerät vorhanden ist, wird das
Bereitschaftslicht von diesem versorgt. Erst Bei Netzausfall
oder 15% Netzunterspannung am Zentralgerät wird auf
Batteriebetrieb umgeschaltet. Die Rückschaltung erfolgt je
nach Anwendung manuell oder automatisch.
2.
Gerätebeschreibung
Die
Sicherheitsbeleuchtung SIBE-2000 MIC ist nach der neuesten
Fassung der VDE 0108 konzipiert und erfüllt in vollem Maße die
dort gestellten Anforderungen. Das
Sicherheitsbeleuchtungsgerät SIBE-2000 MIC ist maximal für 16
Umschalteinrichtungen ausgelegt. Die Bauweise der
Sicherheitsschalteinrichtung sowie deren Ansteuerung und
Überwachung erfolgt in einer übersichtlichen Modulbauweise.
3. Bau- und
Funktionsgruppen
Ladeeinrichtung
bestehend aus:
- Lademodul mit IU-Kennlinie
nach DIN 41773
- Hallgenerator zur Erfassung
des Ladestroms durch mV/mA-Umsetzung
- Umschaltautomatik Laden -
Erhalteladen
- 8 frei wählbare
DS/BS-Umschalteinrichtungen (Option 16)
- zentrale Meldeplatine für
potentialfreie, externe Meldungen nach VDE 0108
- DC/DC-Wandler zur
Bereitstellung der internen Versorgungsspannung
- externe Verriegelung der
Starkladung bei Lüfterausfall (Batterieraumlüfter)
3.1
Bedienungs- und Anzeigefeld
- mikroprozessorgesteuerte
Überwachungs- und Steuereinheit mit allen nach VDE 0108
geforderten Funktionen
- LCD-Anzeige mit
Hintergrundbeleuchtung
- Tastatur mit 8
Bedienelementen
3.2 Zusätzlich
zu den nach VDE 0108 geforderten Funktionen bietet die SIBE-2000
MIC viele Möglichkeiten zur Diagnose für Gerät und Batterie
- Funktions- und
Batteriekapazitätstest
- Überwachung von
Lampenausfall
- frei programmierbare
DS-Ein-/Ausschaltung
- Schnittstelle RS 232 für
externe Übertragung von Daten zu einem Drucker (Option)
- pot.-freier Kontakt für
Nachlaufsteuerung Batterieraumlüfter
- Erschlussüberwachung DC mit
frei wählbarem Ableitstrom
- Alle Ereignisse werden
zeitlich erfasst und können - falls kein Drucker eingebaut
ist - jederzeit im Display abgerufen werden. Die
Speicherkapazität beträgt ca. 2000 Ereignisse und wird, wenn
nicht ausgedruckt oder gelöscht, überschrieben.
- weitere Funktionen auf
Anfrage
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